Immobilienmarkt Wien 2026: Trends, Preise und Chancen

26.02.2025, 19:06
Der Wiener Immobilienmarkt hat sich nach den turbulenten Jahren 2022–24 sichtbar beruhigt. 2025 war laut führenden Maklern ein gutes Jahr, und für 2026 wird eine weitere Marktbelebung erwartet. Stabilisierte Zinsen und steigende Einkommen verbessern die Leistbarkeit, während die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern in Wien weiter hoch bleibt. Gleichzeitig rücken Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ins Zentrum des Interesses. Dieser Beitrag zeigt die wichtigsten Trends, Preise und Bezirke des Immobilienjahres 2026.

Aktuelle Marktlage

Die Zahl der Transaktionen am Wiener Wohnungsmarkt ist 2025 deutlich gestiegen: Das Transaktionsvolumen erreichte nach aktuellen Analysen rund 3,9 Milliarden Euro – ein Plus von 33 % gegenüber dem Vorjahr. Expert:innen gehen davon aus, dass 2026 das Jahr einer nachhaltigen Erholung wird; die Nachfrage bleibt hoch, das Angebot an Neubauten knapp. Vor allem in begehrten Innenstadtlagen und bei sanierten Altbauten wird mit Preissteigerungen von etwa 3–6 % bei Eigentumswohnungen und bis zu 10 % bei Einfamilienhäusern gerechnet. Die Fixzinssätze für Wohnkredite bewegen sich um 4 %, wodurch die Finanzierung planbarer wird.

Preise und Angebot

Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise liegen im Herbst 2025 bei rund 6 300 €/m²; Einfamilienhäuser kosten im Schnitt etwa 866 000 Euro. Für 2026 wird eine moderate Preisentwicklung erwartet: In den inneren Bezirken liegen die Preise um 7 200 €/m² und steigen weiter, mittlere Bezirke bewegen sich bei etwa 6 100 €/m² (stabil bis steigend) und Randbezirke um 4 500 €/m² (moderat steigend). Da die Neubautätigkeit 2025/26 gering bleibt, verschärft sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage – Wohnungen mit Grünblick, Balkon oder guter öffentlicher Anbindung sind besonders begehrt.

Nachhaltigkeit als Werttreiber

Nachhaltige Gebäude sind kein Nischenthema mehr: Laut einer Gallup‑Umfrage ist es für 66 % der Österreicher:innen wichtig, in einem nachhaltigen Gebäude zu wohnen. Käufer:innen sind bereit, für Solaranlagen, Wärmepumpen und eine gute öffentliche Verkehrsanbindung einen höheren Kaufpreis zu zahlen. Energieeffiziente Immobilien erzielen laut Expert:innen bessere Verkaufspreise und kürzere Vermarktungszeiten. Besonders die Generation U30 treibt den Trend zu ökologischen Materialien, Dämmung und Photovoltaik voran.

Gefragte Bezirke und Lagen

Neben den klassischen Premiumlagen im Stadtzentrum gewinnen einige Bezirke an Dynamik. 2025/26 verzeichnet der 20. Bezirk Brigittenau durch die Entwicklung des Nordwestbahnhof‑Geländes einen starken Aufschwung. Auch die Gegend entlang der Äußeren Mariahilfer Straße im 15. Bezirk profitiert von neuen Wohnprojekten. Zu den gefragtesten Lagen zählen darüber hinaus Leopoldstadt, Landstraße, Hietzing und das Sonnwendviertel (Favoriten). Wohnungen mit Balkon, Grünblick und guter Öffi‑Anbindung sind besonders gefragt.

Finanzierung und Chancen

Obwohl die KIM‑Verordnung weiterhin eine Eigenkapitalquote von rund 20 % verlangt, erleichtern stabile Zinsen und höhere Einkommen die Finanzierung. Viele Expert:innen betrachten 2026 als „Window of Opportunity“: Ein vergleichsweise großes Angebot trifft auf eine Nachfrage, die nach zwei zurückhaltenden Jahren wieder anzieht. Wer über Eigenkapital verfügt und auf nachhaltige Qualität, gute Lage sowie energieeffiziente Ausstattung achtet, findet attraktive Einstiegs‑ und Investitionsmöglichkeiten.

Fazit

Der Wiener Immobilienmarkt zeigt 2026 eine neue Stabilität. Moderate Preissteigerungen, stabile Finanzierungskonditionen und der wachsende Fokus auf Nachhaltigkeit bieten Chancen für Käufer:innen und Verkäufer:innen. Vor allem in gefragten Bezirken wie Leopoldstadt, Landstraße und Brigittenau sollten Interessent:innen mit professioneller Beratung schnell handeln. NESTOR Immobilien begleitet Sie dabei mit regionaler Marktkenntnis und Expertise – damit Ihr Wohntraum in Wien Wirklichkeit wird.

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